“No Stress” Tour Bielefeld 2016

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Am kommenden Wochenende beginnen die Veranstaltungen der NoStress-Tour auch in Bielefeld. Unter dem Motto “Activities against the stress and for the integration of refugees with the habitants of the community” werden am 05./ 06. und am 12./ 13. August Musik, Sport, Theater, Austausch und Diskussion auf dem Programm stehen:

Freitag, 05. August 2016
14:30 Uhr: Film und Empowerment-Workshop für geflüchtete Frauen
BellZett, Sudbrackstraße 36a
Kontakt/Informationen: 0157 / 34439348

Samstag, 06. August 2016
10-16 Uhr: Fußballturnier mit gemischten Teams
‘Hartalm’/ Kunstrasenplatz an der Alm (Schüco Arena)
Anmeldung: 0157 / 30655826

Freitag, 12. August 2016
21 Uhr: Konzert & Party | Ezé Wendtoin und Lomnava musique and friends
AJZ Bielefeld, Heeper Straße 132

Samstag, 13. August 2016
16:30 Uhr: Essen und gemütliches Beisammensein mit Kinderbetreuung
Kesselbrink
18 Uhr: Theaterstück und Diskussion über Asylpolitik und Asylgesetze
Kesselbrink
21 Uhr: Party | Mr.iös Siksaya ‘n’ Vit-A-Mine Sound (Jimmi Kennedy, Lenny Washingron & Linton Clinton)
IBZ Bielefeld, Teutoburger Straße 106

Flyer (english/ deutsch)

Flyer (francais/ deutsch)

for updates/ news please visit:

No Stress Team Bielefeld (facebook)

links:

www.nostresstour.de

cispmberlin.wordpress.com

Pressemitteilung zur landesweiten Demo unter dem Motto „ZAB schließen statt Abschieben“ am 2. April in Bielefeld

Unter dem Motto “ZAB schließen statt Abschieben“ sind heute 800 Menschen mit einem großen Demonstrationszug vom Hauptbahnhof durch die Bielefelder Innenstadt zur Zentralen Ausländerbehörde (ZAB) Bielefeld gezogen. Dazu hatte das landesweite Bündnis ‚Bewegungsfreiheit statt Abschiebelager‘ aufgerufen, unterstützt von 29 Gruppen aus ganz NRW.

Der Protest richtete sich gegen die Abschiebepraxis der ZAB Bielefeld, die nicht nur NRW-weit für Flugabschiebungen zuständig ist, sondern auch „unerwünschte“ Geflüchtete in Abschiebelagern – den sogenannten „Balkan-Zentren“ – zur Ausreise drängt. Denn wer hier nicht „freiwillig“ wieder geht, wird konsequent abgeschoben. Dies betrifft vor allem Menschen, die aus Ländern fliehen, die u.a. mit den letzten Asylrechtsverschärfungen zu sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“ erklärt wurden. Durch diese rechtliche Einordnung haben Geflüchtete aus den so deklarierten Ländern in der Praxis keine Chance mehr Asyl in Deutschland zu bekommen. Viele der aus den Balkanländern Geflüchteten sind Rom*nja, die ihrer Existenz beraubt, ausgegrenzt und verfolgt worden sind. Aber auch andere Menschen sind dort u.a. von Blutrache, Gewalt in Polizeihaft, Verfolgung aufgrund von sexueller Orientierung und den Folgen von Korruption betroffen. Die Bezeichnung „sicherer Herkunftsstaat“ hat mit der Realität nichts zu tun, trotzdem wird zurzeit daran gearbeitet diesen Status weiteren Ländern zuzuschreiben.
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„Wir positionieren uns gegen die Unterscheidung fliehender Menschen in „echte“ und „falsche“ Geflüchtete und fordern uneingeschränkte Bewegungsfreiheit für alle!“, so Philipp Gohlke vom Bündnis ‚Bewegungsfreiheit statt Abschiebelager‘. Die Veranstalter_innen freuen sich über die eine bunte und lautstarke Demonstration die am Hauptbahnhof und in der Bielefelder Innenstadt viel positive Aufmerksamkeit auf sich zog. „Heute haben wir ein solidarisches und kraftvolles Zeichen gegen die menschenverachtende Praxis der ZAB und die für Abschiebungen zuständigen Akteur_innen gesetzt“, so Lina Droste vom Bündnis ‚Bewegungsfreiheit statt Abschiebelager‘. „Das ist umso wichtiger, da wir gerade beobachten können, dass sich die Politik wie schon in den Neunzigern von der rechten Hetze treiben lässt und den institutionellen Rassismus in Deutschland weiter ausbaut.“

Die Demonstration wurde vor der ZAB mit deutlichen Worten der Gruppe ‚Bleiberecht für alle aus Göttingen‘ beendet: „Die Abschiebepraxis Deutschlands passt nicht in unsere Zeit! Wir kämpfen weiter für eine Welt in der sich alle Menschen frei bewegen können!“

Photos: re_vision medienkollektiv Bielefeld

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Weitere Fotos von der Demo gibt es hier: https://flic.kr/s/aHskxD28Jf

 

Demo Aufruf: ZAB schließen statt abschieben

Demonstration in Bielefeld am 02. April 2016 +++ 14.00 Uhr, Hauptbahnhof +++ NRW-weites Bündnis ruft zur Teilnahme auf Demonstration in Bielefeld on April 2, 2016 +++ 2 p.m. in front of main train station +++ NRW-wide alliance calls for participation  +++ more information below Manifestation à Bielefeld, 2ième avril 2016 +++ 14 heures, gare centrale […]

Photos – Demonstration: “Sexualisierte Gewalt bekämpfen – nicht Geflüchtete!”

“Gegen Rassismus und seinen pseudofeministischen Anstrich” – Demonstration Organisiert vom Bündnis ‘Antirassistisch-feministische Aktion’, Bielefeld 12.02.2016.

Photos: re_vision medienkollektiv Bielefeld

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200 Flüchtlinge aus Somalia protestieren in Bielefeld

Der  deutsch-somalische Verein hatte für heute (07.01.2015) zu einer Demonstration in Bielefeld aufgerufen. Rund 200 Menschen aus Somalia folgten dem Aufruf. Ziel des Demonstrationszuges war das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Dort wurde dem Leiter  von einer Delegation ein Brief übergeben. Darin heißt es unter anderem:

“Wir sind Flüchtlinge aus Somalia und sind heute hier um unserem dringenden Wunsch und Interesse nach Anerkennung als politische Flüchtlinge aber v.a. auch um unserem Bedürfnis nach Deutschkursen und Integration Ausdruck zu verleihen.
Wir sind dankbar um den Schutz den uns Deutschland gibt, aber das Leben ist mehr als Essen und Schlafen. Wir wollen deutsch lernen, arbeiten, uns integrieren, aber das wird uns enorm erschwert.
In den letzten Monaten mussten wir immer wieder erfahren, dass uns die Teilnahme an einem Deutschkurs nicht genehmigt wurde mit dem Argument unsere Asylanträge wären nicht so aussichtsreich, wie die von Menschen z.B. aus Syrien oder Eritrea. Tatsächlich aber ist unsere Schutzquote bei 50 % , wir fliehen aus einem Land in dem seit über 2 Jahrzehnten Bürgerkrieg durch Warlords, Piraten und Terroristen und fremde Soldaten herrscht und in dem die Lebenssituation von Gewalt, Hunger, Menschenrechtsverletzungen, Zwangsrekrutierungen und massiven Einschränkungen der Pressefreiheit geprägt ist.
In Deutschland leben 15.000 bis 20.000 Menschen aus Somalia, die meisten sind in den letzten drei Jahren gekommen. 70 % sind unter 25 Jahren und haben einen sehr langen Fluchtweg durch Äthiopien, Sudan, Libyen, Italien. Dies sind die drei flächenmäßig größten Länder Afrikas. Die meisten von uns sind sehr jung gewesen als sie sich auf die Flucht nach Europa gemacht haben, haben auf der Flucht schreckliches erlebt und ihr Leben riskiert. Wir würden dies nicht tun, wenn wir nicht in Not gewesen wären.
Hier angekommen sieht unser Alltag meist so aus, dass wir in Camps leben, schlafen, essen, fernsehen und warten. Warten auf eine Entscheidung über unseren Asylantrag, Warten auf die Teilnahme an Deutschkursen, warten auf die Chance sich zu integrieren.
Wir bitten Sie daher dringend um Folgendes:
– Die Teilnahme an Integrationskursen auch während des Asylverfahrens
– Bessere Integrationschancen zu schaffen
– Schnellere Entscheidungen im Asylverfahren”

 

Erfolgreiche Demonstration gegen Abschiebelager für albanische Geflüchtete in Hövelhof/Staumühle

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Heute haben in Hövelhof rund 250 Demonstrierende unter dem Motto „Solidarität mit ALLEN Geflüchteten – gegen den Aktionsplan Westbalkan!“ für das Bleiberecht albanischer Geflüchteter protestiert. Anlass ist die Umstrukturierung der Notunterkunft Staumühle zum größten Abschiebelager in Nordrhein-Westfalen. Etwa die Hälfte der Demonstrierenden waren vom Aktionsplan-Westbalkan betroffene Flüchtlinge.

Wir, das Bündnis verschiedener antirassistischer Gruppen aus Ostwestfalen-Lippe (move and resist Bielefeld, Solidarität mit Geflüchteten Herford, AntiRa AG der Uni Bielefeld) freuen uns, dass sich heute so viele Menschen versammelt haben um gegen die rassistischen Sondergesetze zu protestieren und das trotz der Abgelegenheit der Unterkunft und des strömenden Regens. Die Forderungen nach einer Welt, in der alle dort leben können wo sie wollen, wurden mit viel Energie in die Straßen Hövelhofs gebracht.

IMG_0023Neben Redebeiträgen von Mitarbeiter_innen des AK Asyl Bielefelds, als auch der Flüchtlingshilfe Lippe, haben sich auch Gruppen aus Münster und Göttingen klar gegen die systematische Verweigerung von Schutz für Menschen aus dem Westbalkan durch die Bundesregierung und Ländern ausgesprochen.

Genauso griffen Geflüchtete selbst zum Mikrofon um lautstark auf ihre Situation aufmerksam zu machen und ihre Rechte einzufordern.

(Fotos: //re_vision medienkollektiv)

 

*** Redebeiträge hier:

Redebeitrag Roma Center Göttingen, 15.11.2015, Hövelhof

Seit dem 17.09.2015 wehren sich mehrere Roma-Familien in der Hamburger Sankt-Michaelis-Kirche gegen ihre Abschiebung. Es ist ihr letztes Mittel, alle rechtlichen Möglichkeiten sind ausgeschöpft, alle Eilanträge abgelehnt. Das Leben in den Abschiebeländern ist für sie ganz offensichtlich keine Option. Dennoch sollen sie in vermeintlich „sichere Herkunftsstaaten“ wie Mazedonien, Kosovo,Serbien und Bosnien abgeschoben werden.
Die offen rassistische Diskriminierung, Ausgrenzung und Vertreibung von Roma im sogenannten „Westbalkan“ wird bislang nicht als Fluchtgrund anerkannt, ja nicht einmal geprüft . Stattdessen wird in diesem Kontext diffamierend von „Wirtschaftsflüchtlingen“ gesprochen, eine Unterscheidung in „richtige und „falsche“ Flüchtlinge vorgenommen. Sehr bedenklich finden wir die Einrichtung von besonderen „Erstaufnahmelagern“ (Angela Merkel) oder gar die Rede von einer „Konzentration“ dieser Menschen (Horst Seehofer, Markus Ulbig).
Sieht man nun, dass es sich bei diesen Geflüchteten vor allem um Roma handelt, dann wird uns schlecht. Roma wurden in ganz Europa seit 600 Jahren nahezu ununterbrochen diskriminiert, entrechtet und verfolgt. Mörderischer Höhepunkt dessen war die Vernichtung von schätzungsweise 500.000 Sinti und Roma in den Konzentrationslagern des nationalsozialistischen Deutschlands. 70 Jahre danach sind die Parallelen zur aktuellen Situation von Roma alarmierend. Sie alle kennen die Berichte der OSZE, von Human Rights Watch, Amnesty International oder dem UNHCR: Für Angehörige der Roma gibt es keine „sicheren Herkunftsländer“. Dies heißt bspw. im Westbalkan konkret: kein gesicherter Zugang zum Wohnungsmarkt, häufig ohne Versorgung mit Strom und fließendem Wasser, Ausschluss vom Arbeitsmarkt, kein Zugang zur Gesundheitsversorgung, extrem erschwerter Zugang zu Bildung, kein Schutz durch Justiz und Polizei, oft sogar behördliche Schikanierung bis hin zu körperlicher Gewalt durch die Polizei .
Zusammengenommen ist die europäische Roma-Bevölkerung klar von gruppenspezifischer Verfolgung betroffen. Diese Zustände sind alles andere als „sicher“.
Darüber hinaus ist es fraglich, überhaupt von „Herkunftsländern“ zu sprechen, angesichts der Tatsache, dass viele deutlich mehr als 20 Jahre hier gelebt haben, gar teilweise hier geboren wurden. Deutschland hat aufgrund seiner NS-Geschichte eine besondere Verantwortung gegenüber Roma.
Wir wollen, dass die Bundesrepublik Deutschland Menschen Schutz bietet, die Schutz suchen.
muss klar sein: Die offen rassistische Diskriminierung, Ausgrenzung und Vertreibung von Roma im sogenannten „Westbalkan“ muss als Fluchtgrund anerkannt werden!
wegen der historischen werantwortung Deutschlands und wegen der Beteiligung in NATO 1999 mit den gesamten NATO-Truppen wurde dieses Land 78 Tage bombardiert,die Vertreibung von Roma aus dem Kosovo und Vernichtung von mehr als 600jähriger Roma-Kultur in diesen Ländern, so dass die Roma deswegen wieder als Nomaden laufen müssen nach Integration und Wohlstand. Durch deutschen Einsatz sind Roma auf der Straße und ohne Sicherheit fast 20.000 Roma-Häuser wurden systematisch verbrannt und niemand redet mehr darüber und deswegen muss eine Sonderregelung für Roma-Flüchtlinge gefordert werden
Wir fordern ALLE BLEIBEN

Roma Center Göttingen e.V.
Roma Antidiscrimination Network (RAN)
Bundes Roma Verband e.V.
initiative Alle Bleiben

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